Was ist ein System und in welchem willst du leben?

8. Februar 2026


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Kennst du das Gefühl, nicht mehr an deinem Platz zu sein? Nach außen passt vieles, doch innerlich wird es eng? Du gibst viel und merkst, dass du dabei kleiner wirst?

Wir alle bewegen uns in Systemen. In der Familie, im Freundeskreis, im Beruf oder in Vereinen. Diese Systeme geben Struktur und Halt, solange sie Raum lassen.

Die entscheidende Frage ist nicht, wie ein System aufgebaut ist. Entscheidend ist, wie es sich anfühlt.

Fühlst du dich sicher?
Wirst du gesehen?
Darfst du dich entwickeln?

Wenn ein System nicht mehr trägt

Über mehrere Jahre war ich Teil eines solchen Systems und habe mich dort angenommen und wertgeschätzt gefühlt. Mit der Zeit kam Veränderung. Eine neue Rolle brachte Verantwortung, Lernfelder und Wachstum.

Gleichzeitig begann sich etwas zu verschieben. Nicht laut und nicht offen. Widerstand zeigte sich leise, über Umwege und zwischen den Zeilen. Unterstützung blieb aus und Grenzen wurden enger. Anstatt gefördert zu werden, entstand Zurückhaltung und der eigene Handlungsspielraum wurde kleiner. Diese Entwicklung hat Spuren hinterlassen.

Schlaflose Nächte, inneres Kreisen und die immer wiederkehrende Frage, ob dieser Platz noch der richtige ist, begleiteten diese Zeit. Gespräche wurden gesucht, um Klarheit zu schaffen. Für mich brachte das Ordnung, im System selbst änderte sich jedoch nichts.

Irgendwann wurde deutlich, dass sich etwas Grundlegendes verändert hatte. Ich spürte, dass ich mich verbog und Schuhe trug, die mir nicht mehr passten. Die Lernaufgabe war erfüllt.

Der Ausstieg erfolgte bewusst. Mit Wehmut und gleichzeitig mit Vertrauen. Nicht aus Trotz, sondern aus Selbstachtung.

In diesem System wurde sehr deutlich, wie stark alte Bilder und starre Rollen noch wirken. Mir wurde offen gesagt, dass es ein reiner Männerraum bleiben soll und dass Frauen und Männer darin nicht zusammenpassen. Veränderung war nicht vorgesehen, weil man es schon immer so gemacht hat und weil nach außen ein bestimmtes Bild gewahrt werden sollte. Die Außendarstellung zählte mehr als das, was im Inneren tatsächlich lebendig war. Diese Haltung habe ich als diskriminierend erlebt, nicht nur als Frau, sondern als Mensch, der von außen kam und Bewegung hineingebracht hat.

Manche Systeme sind noch nicht bereit für Veränderung. Manchmal passen wir einfach nicht mehr hinein.

Dabei zeigt sich für mich immer wieder, dass echte Stabilität nicht durch Kontrolle entsteht, sondern durch innere Klarheit. Wenn ein System im Inneren fest steht, kann von außen kommen, was will. Genauso ist es auch im eigenen Leben. Wer bei sich ist, verwurzelt ist und sich selbst annimmt, wird nicht so leicht umgeworfen.

Erkennst du dich in diesen Zeilen wieder

Vielleicht funktionierst du in einem System, während dein Inneres längst Signale sendet. Zeiten, in denen was endet, auch wenn es im Außen noch festhält. Solche Übergänge musst du nicht allein gehen. Ich begleite Menschen dabei, wieder feiner zu spüren, was sie trägt und wovon sie sich lösen dürfen. Nicht mit schnellen Antworten, sondern mit Zeit und Ehrlichkeit für den eigenen Seelenweg.

Dabei können unterschiedliche Wege helfen, weil jeder Mensch anders ist. Systemische Familienaufstellung, prozessorientierte Innenweltarbeit, Human-Energetik und andere Methoden aus meinem Praxisfeld. Im gemeinsamen Gespräch finden wir heraus, was für dich jetzt passend ist.

Liebe Grüße
Katrin

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