Jeder tut es, aber keiner spricht darüber

18. Juni 2026


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Sexualität. Etwas, das mich viele Jahre geprägt hat, ist negativ besetzte Sexualität. Übergriffigkeiten als Teenager oder junge Frau in der Arbeitswelt gehörten schon fast zur Tagesordnung.

Du fragst dich bestimmt, warum ich mich nicht gewehrt habe. Das habe ich, aber es hat nichts gebracht. Ich bin nicht ernst genommen worden, habe es über mich ergehen lassen, es heruntergeschluckt, hatte Angst, war wie gelähmt und dachte, dass mir sowieso niemand glaubt. Außerdem habe ich mir selbst die Schuld gegeben.

Selbst jetzt noch, wenn ich darüber schreibe, merke ich, wie mich eine leichte Übelkeit überkommt, obwohl es schon extrem viele Jahre her ist.

Nach so vielen Jahren weiß ich, dass ich mehr als nur Grenzen setzen würde, und ich würde es auch nicht mehr herunterschlucken. Ich habe heute den Mut, mich zu wehren und genau da klemmte es, am Mut.

Es hat viele Jahre gedauert, bis ich zu meinem Vorgesetzten gegangen bin und mich beschwert habe. Es gab dann einige Gespräche und die Beteiligten mussten die Konsequenzen tragen. Natürlich ich auch. Ich wurde mit Missachtung und Ignoranz bestraft. Bis es sich irgendwann gelegt hat.

Die Zeit verging. Ich habe geheiratet, ein Kind bekommen, mich wieder scheiden lassen. Ich war in einer neuen Beziehung, die bis zum heutigen Zeitpunkt anhält, und war super zufrieden.

Und die negativ besetzte Sexualität kam immer mehr zum Vorschein. Nicht durch Übergriffigkeiten, wie ich sie erlebt hatte, sondern durch Rückzug. Dabei ist sie ein wichtiger Faktor in einer Beziehung.

Nicht nur das – auch der energetische Aspekt spielt eine riesengroße Rolle. Wenn ich mich nicht hingeben kann, kann ich mich auch dem Leben nicht hingeben. Die Kreativität fällt aus, und das Sakralchakra ist blockiert. Der Körper fängt an, mit mir zu sprechen.

Mir fielen immer mehr Situationen im Außen auf, die damit zu tun hatten. Ich fühlte in mich hinein, was diese Erfahrungen über die Jahre mit mir gemacht hatten, und stellte fest, dass ich meine weibliche Seite immer mehr unterdrückt hatte.

Ganz klar und deutlich war: Ich wollte keine Frau sein.

Männer waren für mich stark. Körperlich wie mental. Hart, unerreichbar, unzerstörbar. Keiner traut sich, mit ihnen übergriffig zu werden, und sie können alles erreichen, was sie wollen.

Nur leider schadete ich mir durch diese Haltung selbst. Mein Körper fing an, sich zu wehren. Ich bekam Dauerschmerzen im Unterleib und in meiner rechten Körperhälfte. Die linke Körperhälfte, die für die Weiblichkeit steht, verkümmerte immer mehr. Auch ich wurde hart im Außen und zu mir selbst.

Ich hielt es nicht mehr aus. Mental ging es mir immer schlechter, und mir wurde immer bewusster, was los war und woran es hing. Ich hatte eine regelrechte Abwehr und Angst davor, hinzuschauen, aber der Mut und der Drang, etwas zu verändern, waren größer.

Ich buchte eine systemische Familienaufstellung, und das Feld zeigte genau das an: negativ besetzte Sexualität.

Alles in mir wehrte sich dagegen, als ich dort saß und dem „Schauspiel“ folgte. Ich fühlte die Härte in mir. Ich wollte weinen, aber es ging nicht – ich war komplett blockiert.

Diese Situation dauerte so lange an, dass ich nicht einmal mehr aus der Opferrolle herauswollte.
Bis es eine Kehrtwende in der Aufstellung gab. Dann merkte ich, wie ich plötzlich loslassen konnte. Ich habe so sehr geweint und konnte verzeihen, in meine Macht und Kraft als Frau gehen, akzeptieren und wieder mehr zu mir selbst und in den Einklang mit mir kommen.

Das hat sich auch im Außen bemerkbar gemacht.

Einfühlungsvermögen, Mitgefühl, Kreativität, Hingabe, Gespräche in der Partnerschaft, Genuss und positiv besetzte Sexualität waren wieder vorhanden. Es fühlt sich so gut und frei an, wie meine weibliche und auch meine männliche Seite im Einklang miteinander schwingen.

Ich sehe Dinge und Situationen heute anders. Stimmiger, gefühlvoller und vieles mehr.
Wenn du jemanden brauchst, dem du dich öffnen kannst, dann habe den Mut, genauso wie ich, und schau hin. Ich helfe dir dabei, weil ich genau weiß, wie du dich fühlst.

Melde dich bei mir.

Deine Katrin

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