Wenn Wut blind macht

21. Mai 2026


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Wer kennt sie nicht, diese mächtige und unbändige Emotion namens Wut?

Ein riesiger Stein im Bauchraum, der plötzlich da ist. Du musst dich bremsen, damit du nicht komplett ausflippst oder sogar gewalttätig wirst. Körper und Geist reagieren wie versteinert. Du bist nicht mehr fähig zu handeln oder gehst direkt auf Angriff. Dein Gegenüber hat keine Chance mehr, du siehst nur noch rot und alles hakt aus.

Leider schadest du dabei dir selbst und oft auch anderen. Danach musst du mit den Konsequenzen leben.

Dann gibt es noch die andere Variante. Du schluckst alles runter, unterdrückst deine Gefühle und funktionierst weiter. Nach außen wirkt vielleicht alles ruhig, doch in deinem Kopf dreht sich das Gedankenkarussell weiter.

Wie ein schlauer Philosoph einmal sagte: „An Wut und Groll festzuhalten ist wie Gift zu trinken und zu erwarten, dass der andere daran stirbt.“

Doch was machst du jetzt damit?

Viele Menschen sind so programmiert, dass sie gar nicht anders können, als festzuhalten und weiter zu schlucken. Bis der Körper irgendwann reagiert. Magenbeschwerden, Darmprobleme, Sodbrennen oder Themen mit der Galle sind oft Zeichen dafür, dass etwas gesehen werden möchte.

Nicht so schön, oder? 

Auch ich kenne Wut. In meinem Fall war sie sehr alt. Ein Teil aus meiner Kindheit, der nie gelebt werden durfte. Sie war immer präsent, durfte aber nie wirklich zum Ausdruck kommen. Mein Körper reagierte ebenfalls, weil ich nie gelernt hatte zu fühlen. Sodbrennen, Magenschmerzen und eine rebellierende Galle begleiteten mich über lange Zeit.

Irgendwann begann ich dahinter zuschauen und damit zu arbeiten. Dabei stellte ich fest, dass es im Kern einfach um Wut ging. Erst dann kam ich wirklich ins Fühlen.

Danach schickte mir das Leben immer wieder Menschen, die mich triggerten, damit ich diese Wut bewusst wahrnehmen konnte. Nicht mehr über körperliche Symptome, sondern als reines Gefühl im Solarplexus.

Ich machte eine Familienaufstellung, um genauer hinzuschauen, woher diese Wut überhaupt kam. Dabei wurde mir klar, dass ich als Kind nie wütend sein durfte und schon gar nicht als Mädchen.

Heute weiß ich, dass ich als erwachsene Frau wütend sein darf. Ohne als Furie abgestempelt zu werden. Wohl dosiert, mit klaren Grenzen und mit ganz viel Bewusstsein.

Aus Wut wurde Mut, zu mir selbst zu stehen und klar zu wissen, was ich will und was ich nicht mehr brauche.

Wenn du dich angesprochen fühlst, dann melde dich gerne bei mir. Ich helfe dir dabei, deine Wut aus dem Körper und dem Solarplexus in Mut, Klarheit und Selbstsicherheit zu verwandeln, damit du wieder aus deinem Herzen heraus handeln kannst.

Deine Katrin

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